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Kommentar vom Britta Peters vom 08.05.2008
ich äh äh äh finde ehm ehm das Interview sehr beeindruckend (zündet
sich eine Zigarette an). Wie du das so relativ radikal rausgearbeitet
hast und gewissermaßen bleistiftspitz zugespitzt hast mit diesem
gender globalisierungs gentrifikations turbo. (Schweigen) Voll auf
die zwölf, wenn du weißt, was ich meine. Das wollte ich so ungefähr
genau sagen, als wir unterbrochen wurden, aber da hast du ja quasi
sozusagen schon total recht gehabt mit das du schon wusstest, was ich
meine, und das dann so als Fazit da so einfach rausgezogen hast.
Britta Peters
Beitrag von jvp vom 17.03.2008
ich hab keine postwurf-reklame für den sogenannten dialog
gekriegt (fährstr). aber ich kann aus der arbeitsgruppe "braucht wilhelmsburg mehr kunst und kultur" (oder so) berichten. da verging zunächst mal eine gute hälfte der zeit damit, dass die damen von igs und iba ihre bisherigen erfolge vorstellten. natürlich mit vielen schönen bildern. möglicherweise wusste ja manch teilnehmerIn noch nicht, welch riesenknaller der ibakunstundkultursommer war.
dann ging es in der verbliebenen zeit für die anderen teilnehmenden darum, noch schnell dranzukommen, um irgendwas zum thema zu sagen. (die klinische tötung der kapelle an der mengestr. kam besonders schlecht weg.) viel zeit ging dann jeweils nach den wortmeldungen dafür drauf, daß die damen erklärten, daß doch alles gut war, was sie gemacht haben. dann war glücklicherweise die zeit um. schön, dass diejenigen, die drangekommen sind, also besonders die igsiba-damen, drüber gesprochen haben.
nächstes jahr ist wieder beteiligung. denn alle stimmen überein: beteiligung ist notwendig. also genauer gesagt, dass der haken drankommt:
beteiligung? ham wir gemacht!
jvp
Beitrag von Sigrun Mast vom 16.03.2008
Ein echter Dialog hat als Grundvoraussetzung, dass die beiden Gesprächspartner einander respektieren und "auf der gleichen Ebene stehen". Das ist hier nicht der Fall. Wer beispielweise auf der Einweihung der IBA-Ausstellung dabei war, hat nicht lediglich das Engagement der IBA-Mitarbeiter mitbekommen, sondern auch eine gewisse Unsicherheit gepaart mit Überheblichkeit (und Selbstbeiweihräucherung). Durch die kostenlose Kuchenvergabe prallten zudem die Wilhelmsburger Parallelwelten aufeinander. Auch in dem ein oder anderen persönlichen Gespräch kommt der Verdacht auf, dass die Wilhelmsburger mit den IBA-Konzepten beglückt werden sollen, das Einbringen eigener Ideen aber bitte nur in den vorgegebenen Bahnen erfolgen soll.
Teilweise sind der IBA durch andere politische/wirtschaftliche Begehrlichkeiten die Hände gebunden: Die Aufwertung eines Stadtteils zu erreichen, der durch den Ausbau des Hafens, eine Hafenquerspange und ein neues Kraftwerk in Moorburg gleichzeitig abgewertet wird, ist nicht ganz einfach. "Stroh zu Gold spinnen" heißt da die Aufgabe. Dies schürt den Verdacht, die IBA/IGS sei eine reine Werbekampagne und nicht wesentlich mehr.
Kann denn jemand von der Umsetzung einer/von Bürgeridee(n) berichten? Das würde meine Skepsis verringern.
Schönen Gruß
Sigrun Mast
Montag, 10.03.2008 - anonym
Hallo
Ersteinmal möchte ich Ihnen zu Ihrer überaus gelungen Netzveröffentlichung gratulieren. Ich bin sicher, dass diese Seite einen nicht kleinen Beitrag zur Diskussion um den Stadtteil Wilhelmsburg leisten wird.
Zu Ihrer Frage: Ich finde den Namen "Ibaflüssig" sehr, sehr treffend. Manchem mag er etwas tendenziell erscheinen. Ich finde aber, dass das gerade seine Stärke ist. Die Zeiten bemühter wie unerreichbarer Objektivität sind ja nun zum Glück schon länger vorbei.
So, nun möchte ich Ihnen noch viel Glück und Erfolg bei Ihrem Vorhaben wünschen. Ich bin sehr gespannt, wie sich die Sache weiter entwickelt und hoffe auf spannende Diskussionen.

beitrag(at)ibafluessig.net

